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Gemeinsam Wege zur Teilhabe gestalten: Sozialkontor gGmbH und Evangelische Hochschule Hamburg beginnen umfassendes Projekt zur Partizipation in der Eingliederungshilfe


Die Sozialkontor gGmbH und die Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie Hamburg starten am 1. September 2026 ein umfangreiches Projekt, das darauf abzielt, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Eingliederungshilfe nachhaltig zu stärken. Im Zentrum stehen die gemeinsame Entwicklung und Erprobung innovativer Ansätze, die es Nutzenden ermöglichen, ihre Perspektiven einzubringen, aktiv mitzugestalten und Einfluss auf die sie betreffenden Prozesse und Entscheidungen zu nehmen.

Das Projekt verfolgt das übergeordnete Ziel, Partizipation nicht nur als abstraktes Prinzip, sondern als gelebte Praxis im Alltag der Eingliederungshilfe zu verankern. Das Projekt ist als innovatives Reallabor angelegt, in dem Beteiligungsmöglichkeiten gemeinsam erforscht, entwickelt und in der Praxis erprobt werden. In einem ersten Schritt werden im Rahmen einer Forschungswerkstatt des Masterstudiengangs Soziale Arbeit die unterschiedlichen Verständnisse, Bedarfe, Erwartungen und Grenzen von Nutzenden, Fachkräften und Leitungskräften empirisch untersucht.

Doch das Projekt geht darüber hinaus: Auf Grundlage der datenbasierten Analyse der unterschiedlichen Perspektiven, Bedarfe und Erwartungen sollen gemeinsam mit den beteiligten Akteur*innen Potenziale für die Weiterentwicklung von Partizipation identifiziert und neue Beteiligungsformate entwickelt beziehungsweise bestehende weiterentwickelt werden. Dabei sollen auch die strukturellen Voraussetzungen, Unterstützungsbedarfe und möglichen Grenzen partizipativer Praxis in den Blick genommen werden.

Die zweite Projekthälfte wird sich dann der Erprobung der entwickelten Konzepte und Formate in der operativen Praxis des Sozialkontors widmen. Eine abschließende Evaluation unter Beteiligung der relevanten Akteur*innengruppen soll untersuchen, wie sich die entwickelten Partizipationsformate in der Praxis bewähren und welchen Beitrag sie zur Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe leisten können.

Das Projekt wird durch die großzügige Förderung der Heinrich-Lesczcynski Stiftung ermöglicht. Dr. Anneke Wiese und Prof. Dr. Matthias Nauerth von der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie Hamburg leiten das Projekt wissenschaftlich. Ziel ist es, nicht nur innovative Beteiligungsformate zu entwickeln, sondern auch die strukturellen Voraussetzungen von Partizipation zu identifizieren und sichtbar zu machen und damit Entwicklungsimpulse für ihre Gestaltung zu geben.