Inklusive Umweltbildung – Natur für Alle!
Natur erleben, entdecken und verstehen. Mit dem Projekt „Inklusive Umweltbildung – Natur für Alle!“ entwickelt die SDW Hamburg ihre Umweltbildungsarbeit im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention konsequent inklusiv weiter. Menschen mit und ohne Behinderungen sollen gemeinsam Natur erleben, entdecken und sich aktiv für den Umwelt- und Naturschutz einsetzen können.
Projektlaufzeit: September 2026 bis Dezember 2029
Leitziel ist es, inklusive Naturerfahrungen und gemeinsame Begegnungsräume zu schaffen durch. Dies soll erreicht werden durch:
- Neu-Konzeption eines inklusiven naturpädagogischen Angebots, das sich auch an Menschen mit kognitiver und komplexer Beeinträchtigung richtet
- Barriereärmere Gestaltung von Zugängen zu Natur- und Umweltbildung
- Langfristige Verankerung inklusiver Umweltbildung in der Arbeit der SDW Hamburg
Die Angebote richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderungen und werden gemeinsam mit Schulen, Fördereinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren sozialen Trägern entwickelt und umgesetzt.
Hamburgs erstes inklusives Umweltmobil
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts ist die Weiterentwicklung des Bombus-Umweltmobils zum ersten inklusiven Umweltmobil Hamburgs.
Damit bringt die SDW Hamburg Naturerfahrungen, Waldpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) direkt zu den Menschen. Materialien, Methoden und Bildungsangebote werden so weiterentwickelt, dass unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten berücksichtigt werden können und Natur mit möglichst vielen Sinnen erfahrbar wird.
Geplant sind unter anderem:
- Konzeption eines inklusiven naturpädagogischen Angebots
- inklusive Naturerlebnistage
- angepasste Vogelführungen
- barrierearme Waldausflüge
- inklusive Natur- und Artenschutzaktionen
- neue sensorische und niedrigschwellige Umweltbildungsangebote
Natur soll dabei nicht nur erklärt, sondern gemeinsam erlebt werden.
Inklusion als Teil der gesamten Umweltbildungsarbeit
Das Projekt geht über die Neu-Konzipierung eines inklusiven naturpädagogischen Angebotes, sowie die Weiterentwicklung des Umweltmobils hinaus. Auch bestehende Angebote und Methoden der SDW Hamburg werden auf ihre Zugänglichkeit überprüft und schrittweise inklusiver weiterentwickelt.
So entstehen neue Möglichkeiten der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen – im Wald, im Stadtgrün, an Bildungseinrichtungen und bei gemeinsamen Naturschutzaktionen.
Langfristig sollen die gewonnenen Erfahrungen auch über Hamburg hinaus Impulse für eine inklusive und teilhabeorientierte Natur- und Umweltbildung geben.
Fachliche und wissenschaftliche Begleitung
Die Projektleitung übernimmt Laura Rentz, studierte Heilpädagogin (M.A.). Sie koordiniert die Entwicklung der inklusiven Bildungsformate und gestaltet gemeinsam mit dem Team der SDW Hamburg neue Ansätze für eine barriereärmere Umweltpädagogik.
Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird das Projekt durch Dr. Stefan Schuster und Prof. Dr. Erik Weber von der Profressur für Inklusive Bildungsprozesse bei kognitiver und komplexer Beeinträchtigung der Universität Erfurt. Erfahrungen, Wirkungen und Lernprozesse werden kontinuierlich ausgewertet und fließen direkt in die Weiterentwicklung der Angebote ein.
Dieses Projekt wird gefördert durch:
Heinrich-Busch-Stiftung
Heinrich-Leszczynski-Stiftung